Doublefeature im Gleis 1: 50 Schauspieler aus Mittel- und Oberstufe

 

Endlich – gespielte Gedanken über das Warten

Die Deutschen verbringen laut einer Recherche 156 Stunden pro Jahr wartend vor dem Computer, 36 Stunden warten sie im Stau und immerhin 6 Stunden und 48 Minuten beim Arzt.

Mehr als 55 Prozent der Deutschen nehmen Wartezeiten laut einer Studie als größtes Ärgernis wahr. Der ungeduldige Deutsche bekommt schon bei kleineren Verspätungen Herzrasen und Aggressionsschübe

– Grund genug für die Mittelstufentheatergruppe des Carl-Orff Gymnasiums, sich Gedanken über das Warten zu machen – in kleinen Szenen und immer mit einem Augenzwinkern präsentieren sie deshalb „Endlich – gespielte Gedanken über das Warten“.

 

Am 26. und 27. April um 19.30 Uhr im Jugendzentrum Gleis 1,
Spieldauer ca. 30 Minuten.

 

 

Fritz D. oder:  „Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst.“

 

Gehören ernste Themen nur in die Tagesschau?

Bittere Tatsachen höchstens in eine Erörterung? Die Wahrheit menschlichen Wahnsinns nur in den Geschichtsunterricht? Nein, sie gehören auf die Bühne, in die Öffentlichkeit.

Natürlich unterscheidet sich unsere Gesellschaft heute fundamental von der vor dem 2. Weltkrieg, selbstverständlich lassen sich viele der Diskriminierungen

heute nicht mit dem Massenmorden des Nationalsozialismus vergleichen.

Und dennoch gibt es erschütternde Verbindungslinien.

Und auch heute braucht es mehr Zivilcourage und Sensibilität

im Umgang mit Menschen, die anders sind, als wir sie haben wollen. Es gibt keine harmlose Diskriminierung. Wir haben keinen Grund, dieses unglaubliche Kapitel deutscher Geschichte abzuhaken. Im Nationalsozialismus sollte „alles Fremde, Schwache und Minderwertige verschwinden“ (Gerrit Hohendorf). Wie weit sind wir davon heute wirklich entfernt?

 

Sechs Theaterschüler*innen erzählen das Leben von Fritz D., der 1941 von den Nationalsozialisten als „lebensunwertes Leben“ ermordet worden ist. Dazu spielen ehemalige Schüler*innen in vielen Variationen und Instrumentierungen live Wolfgang Ambros´ Lied: „A jeder g´hört zu einer Minderheit“. Und wir fragen uns, wie viel weiter wir heute wirklich sind in unserem alltäglichen Umgang mit Minderheiten, mit Menschen, die ungewöhnlich aussehen, behindert werden oder andere Wurzeln haben.

 

Textbasis sind authentische Briefwechsel und Anstaltsdokumente aus den Jahren 1939 – 1941. Ergänzt werden sie durch aktuelle Zeitungsartikel sowie selbst verfasste Texte von Q11-Schüler*innen.

 

Aufführungen am 26. und 27. April jeweils um 20.15 Uhr im Gleis 1,
Spieldauer ca. 30 Minuten.

 


Kartenreservierung für beide Stücke unter theater.cog@live.de

 

 



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