Alisha – Ein afghanischer Flüchtling und seine Geschichte

 

Alisha war damals 15 Jahre alt, als er 2015 aus Afghanistan geflohen ist. Er war ein ganz normaler Junge in einer ganz normalen Familie, der ein ganz normales Leben führte, bevor er von einem auf dem anderen Tag fliehen musste, weil die Taliban sein Dorf überfielen. Zu diesem Zeitpunkt brach der Kontakt zu seiner Familie ab. Seitdem hat er nichts mehr von ihnen gehört und es ist nicht mal sicher, ob irgendjemand noch lebt.

„An was hast du zuerst gedacht, als du wusstest, dass du nach Deutschland gehst“      – „Klingt bisschen komisch, aber: Adolf Hitler“

„Ich habe mir Deutschland eigentlich viel besser vorgestellt!“

Und trotz seinem nicht gerade angenehmen Schicksal kommt er gerne zu uns an die Schule und teilt seine Erinnnerung an seine Heimat und erzählt seine Lebensgeschichte. Heute lebt er mit drei anderen Afghanen in einer Wohngemeinschaft für Geflüchtete in Unterföhring.

„300 EUR monatlich um seinen Lebensunterhalt zu sichern! Essen, Nebenkosten der Wohnung, Kleidung müssen wir alles selber bezahlen…“

„Das deutsche Essen schmeckt mir irgendwie nicht, deswegen kochen wir in der Wohngemeinschaft immer afghanisch.“

Wie viele andere lernt er gerne die deutsche Sprache un die deutsche Kultur. Er ist stolz auf seine Ausbildung zum Zahnmedizinischen Fachangestellten. Außerdem arbeitet er beim Kreis Jugendring und organisiert Ausflüge mit Flüchtlingen und Deutschen.

„Was magst du an Deutschland am meisten?“ – „Die Sicherheit und die Freiheit. Jeder kann seine Entscheidungen selber treffen, ohne dass man mehr zu befürchten hat als in der Öffentlichkeit dumm angeschaut zu werden.“

Er fühlt sich in Deutschland aber dennoch nicht zuhause!

 

  

 



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